Schweisser bei der Arbeit

Schweissen
ohne Gasflasche.

ArgonCycle entwickelt eine mobile Argon-Versorgung für Schweissteams. Direkt aus der Umgebungsluft, ohne Flaschen-Logistik, ohne Versorgungslücken, mit jedem Schweiss-Zyklus effizienter.

StadiumKonzept & Sondierung
SitzKirchberg, BE
CHE-468.005.550
ProgrammInnosuisse Mentoring
Machbarkeitsstudie in Vorbereitung

Argon
ist überall in der Luft. Warum nicht vor Ort pflücken?

Beim Schutzgasschweissen schützt Argon die Naht vor Oxidation, ohne Schutzgas wird sie unbrauchbar. Die Umgebungsluft besteht zu rund einem Prozent aus Argon, mehr als genügend für jeden Schweissarbeitsplatz.

Trotzdem wird Argon heute in Grossanlagen produziert, in Flaschen von rund 70 kg abgefüllt (gefüllte 50-Liter-Flasche), per LKW transportiert, in Depots gelagert, von Schweissern geschleppt, und am Ende verpufft das Restgas ungenutzt. Pro Flaschen-Position summieren sich erhebliche jährliche Folgekosten: Lieferung, Lagerung, Schichtunterbrechungen, Nacharbeit, Restgasverlust. Kosten, Risiko und Logistik, die nichts mit der eigentlichen Schweissarbeit zu tun haben.

Die Frage liegt auf der Hand: Wenn Argon überall in der Luft ist, warum holen wir es nicht vor Ort?

Ein Gerät vor Ort. Das Ziel: autark.

ArgonCycle entwickelt ein mobiles Gerät, das Argon direkt aus der Umgebungsluft gewinnen und das während des Schweissens austretende Gas zurückführen soll. Ein integrierter Tank sichert den Kaltstart, danach arbeitet das System im weitgehend geschlossenen Kreislauf. Die technische Machbarkeit dieses Kreislaufs ist die Frage, die wir in der laufenden Forschungsphase beantworten.

Das System kombiniert drei Technologien zu einer transportablen Plattform:

Adsorption
Selektive Trennung
Selektive Sorptionsmaterialien trennen Argon schrittweise von Stickstoff und Sauerstoff. Der Trennweg ist subtraktiv und mehrstufig aufgebaut, druckwechselbasiert und energieeffizient. Welche Materialkombination am besten trägt, ist Gegenstand der laufenden Machbarkeitsstudie und bewusst nicht vorweggenommen.
Zwei Ströme
Gewinnung und Rückgewinnung
Dieselbe Trennstufe arbeitet an zwei Eingangsströmen. Aus der Umgebungsluft wird Argon neu gewonnen, aus dem über der Naht abgesaugten Gas wird es zurückgewonnen. Feinreinigung und Stickstoff-Abzweigung schliessen den Kreislauf, so dass mit jedem Zyklus weniger Frischgas nötig wird.
Mobil
Vor-Ort-Versorgung
Ein transportables Gerät am Arbeitsplatz statt einer Flaschenlogistik im Rücken. Angestrebt wird Schweissqualität nach EN ISO 14175 mit einem Sauerstoffgehalt unter 20 ppm, bei einem Volumenstrom für einen Schweissarbeitsplatz. Diese Zielwerte sind Gegenstand der Machbarkeitsstudie und noch nicht messtechnisch bestätigt.

Das Nebenprodukt ist kein Abfall. Bei der Trennung fällt Stickstoff an, der sich als Formiergas zum Wurzelschutz nutzen lässt. Im Rohrleitungs- und Apparatebau ist das ein zweites Gas, das heute ebenfalls in Flaschen auf die Baustelle gefahren wird. Aus einem Gerät zwei Gase, ohne zusätzliche Logistik.

Was sich für Betriebe konkret ändert.

Statt Flaschen-Logistik mit ihren versteckten Folgekosten ein einmaliges Gerät mit planbarer TCO.

Heute · mit Flasche
Versteckte Folgekosten
  • Flaschen-Lieferkette
  • Restgasverlust
  • Nacharbeit durch Qualitätsschwankungen
  • Schichtunterbrechungen
  • Lager, Logistik, Disposition
Mit ArgonCycle
Planbare TCO
  • Einmalige Investition
  • Sorptionskartusche als Verbrauchsmaterial
  • Service-Abo
  • Konstante Schweissqualität
  • Keine Versorgungslücken

Eine vertiefte TCO-Analyse mit konkreten Branchen-Kennzahlen ist Teil unserer Forschungsphase 2026/2027.

Erstmarkt: Schweizer Industrie.

Schweizer KMU im Metall-, Anlagen- und Rohrleitungsbau sind unsere Erst-Zielgruppe. Planbare Fixkosten, Wegfall der Flaschenlogistik, Versorgungssicherheit auch in dezentralen Anwendungen wie Pipeline-Bau und Anlagenwartung.

Erstkundschaft
Metall- & Anlagenbau
KMU in der Schweiz
Klassische Schweisserei, Rohrleitungsbau, Apparate- und Anlagenbau. Planbare TCO statt Flaschenmiete.
Dezentral
Pipeline & Wartung
mobile Schweisseinheiten
Pipeline-Bau, Anlagenwartung, mobile Bauten, dort, wo Flaschen-Logistik strukturell der Engpass ist.
Premium
Pharma & Lebensmittel
hochreine Anwendungen
Pharma- und Lebensmitteltauglich, hochreines Argon für Edelstahl-Schweissungen.

Werkstoffe im Fokus. Im Zentrum stehen rostfreie Stähle über die gängigen Güten hinweg, von austenitisch bis Duplex. Weil austenitische Werkstoffe nur wenig Stickstoff vertragen, Duplex-Güten dagegen einen definierten Stickstoffanteil verlangen, muss das Gerät nicht einen einzelnen Gaspunkt treffen, sondern ein einstellbares Fenster der Gaszusammensetzung liefern. Genau diese Einstellbarkeit ist Teil der Entwicklungsaufgabe.

Wo wir stehen. Drei Phasen.

2026
Konzept & Machbarkeit
  • Problem-Solution-Fit
  • Forschungspartner-Sondierung abgeschlossen
  • Machbarkeitsstudie mit Hochschulpartner
  • Materialscreening und Trennleistung
2027
Pilot
  • Erster Demonstrator
  • Test an realen Schweissaufgaben
  • Vertiefte TCO-Analyse
  • Grösseres Innovationsprojekt
2028
Markt
  • CE-Zertifizierung
  • Markteintritt Schweiz
  • Erste Pilotkunden
  • Serienvorbereitung

Wer dahinter steht. Wer mitwirkt.

Mohamed Fritz Mankai
Gründer
Mohamed Fritz Mankai
18 Jahre Berufserfahrung als leitender Anlagen- und Apparatebauer im Metall- und Rohrleitungsbau, in den Branchen Bau, Lebensmittel und Pharma. Weiterbildung als Technischer Kaufmann seit 2018. Einzelunternehmer in Kirchberg, Bern.
ArgonCycle ist der Versuch, eine jahrzehntelang stabile Industriegas-Wertschöpfungskette neu zu denken, aus der Praxisperspektive jemandem, der jahrelang mit Argonflaschen gearbeitet hat.
  • Förderung
    Innosuisse Mentoring
    Schweizerische Agentur für Innovationsförderung
    Startup-Coaching über be-advanced
  • Gesucht · Co-Founder
    Verfahrenstechnik / Elektronik
    FH / ETH
  • Machbarkeitsstudie · in Vorbereitung
    Forschungspartner an einer Schweizer Fachhochschule
    Start 2026
  • Gesucht · Pilotkunden
    Schweizer Metall- & Anlagenbau

Reden wir.

info@argoncycle.ch
Adresse
Hofstattweg 3
3422 Kirchberg, BE
CHE-468.005.550
Gründer
Mohamed Fritz Mankai
Unterstützen Sie uns beim Bau des ersten Prototypen.
Wir suchen Forschungspartner an Hochschulen, Pilotanwender in der Schweizer Industrie, einen Co-Founder mit Verfahrens- oder Elektronik-Hintergrund, und kritische Stimmen, die unsere Annahmen prüfen.